Umsetzungsprojekt Bergbau schreitet voran

Das Umsetzungsprojekt (UP) Bergbau ist im Themenfeld (TF) Umwelt unter der Umsetzungsverantwortung von Rheinland-Pfalz verankert. In diesem UP werden die gleichnamige OZG-Leistung Bergbau und die OZG-Leistung Feldes- und Förderabgabe behandelt. Die Umsetzung dieses UP erfolgt nach dem EfA-Prinzip und hat bereits unter Finanzierung durch das FITKO-Digitalisierungsbudget begonnen, der Projektantrag für die zusätzliche Finanzierung aus dem Konjunkturpaket ist eingereicht und befindet sich in Bearbeitung. Eine Umsetzungsallianz von 13 Ländern ist bereits vorhanden. Leistungserbringende Länder sind Niedersachsen und Sachsen: Hier bestehen Applikationen, die im Rahmen der OZG-Umsetzung zusammengeführt und um weitere Verwaltungsleistungen aus dem OZG-Scope erweitert werden.

Das UP Bergbau ist mit vielen zu digitalisierenden Verwaltungsleistungen eines der größten Projekte im TF Umwelt. Als solches plant das UP den Digitalisierungsprozess in Meilensteinen: Start der Entwicklung ist bereits für September 2021 angedacht. Nach einem ersten Testlauf erfolgt ein Rollout auf das Testsystem, was für Januar 2022 geplant ist. Der letzte Meilenstein besteht in der Rollout-Phase, die von Mai bis Juli 2022 angesetzt ist. Dieser Meilenstein ist als der wichtigste anzusehen: Im Mai 2022 soll der Rollout auf Pilotländer, zu denen unter anderem Sachsen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz zählen, stattfinden. Von dort aus erfolgt der Rollout auf andere Bundesländer.

In der gegenwärtigen Projektarbeit steht die technische Anforderungsspezifikation im Vordergrund. Diese geht in einem iterativen Vorgehen in sechs Sprints á zwei Wochen vonstatten. Hierbei werden Anforderungen evaluiert, die sinnvollerweise ein erstes Produkt darstellen können. Auf das Endprodukt der Anforderungsspezifikation folgt die Softwareentwicklung, bei der eine Einbeziehung des technischen Dienstleisters stattfindet. Die weitere Anforderungsspezifizierung verläuft parallel zur Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsteam, bis die Referenzimplementierung gestartet ist.

Da es sich bei dem UP Bergbau um ein EfA-Projekt handelt, sind 13 weitere Bundesländer in den Arbeitsprozess zu integrieren. Herausforderungen hierbei bestehen insbesondere in der Verschiedenheit der Prozesse in den Fachverfahren. Die Schwierigkeit liegt in der sinnvollen Aufnahme und Kanalisation der verschiedenen Grundlagen und Interessen.

Die Zusammenarbeit mit den Bundesländern erfolgt alle vier Wochen in zwei Arbeitsgruppen: Fachliche Themen umfassen die Prozessmodellierung, FIM, technische Anforderungen und die technische Infrastruktur. Anforderungen aus Ländersicht werden an das UP Bergbau rückgespiegelt, aufgenommen und daraus technische Anforderungen für die Softwareentwicklung abgeleitet. Darüber hinaus werden Zwischenschritte mit den teilnehmenden Ländern auf der Ebene der Behördenleiterinnen und -leiter und den für die Fachaufsicht zuständigen Ministerien abgestimmt.

Das UP hebt als besonders positiv die Zusammenarbeit in der Prozessmodellierung mit Niedersachsen und Sachsen als leistungserbringenden Ländern hervor. Auf dieser Basis dieser Grundlagenarbeit werden nun zusammen mit allen teilnehmenden Bundesländern einheitliche Prozesse entwickelt, die Basis für die technische Anforderung für die Softwareentwicklung sind